Mittwoch, 21. März 2018

Ich nähe mir den Winter frühlingshaft....

Gestern war Frühlingsbeginn, weniger passend dazu, schneite es gestern und heute so sehr, dass ich wieder Schneeschaufeln musste in der Früh. 
Schwieriger wird es, wenn man so wie ich schon diverse dicke Mützen, Handschuhe etc. schon verräumt hat...
Das Madamchen meinte netterweise zu mir: "Aber Mama, ich finde keine Handschuhe und im Kindergarten hab ich keine mehr." 
Gut, ich will ja mal nicht so sein und habe schön brav wieder alles aus der Winterkiste geholt. 
Ich weiß, es war verrückt von mir zu glauben, der Winter wäre vorbei, wie oft gab es zu Ostern bei uns noch Schnee......aber erst vor kurzem hatte es hier 20° und wenn man das einmal wieder genossen hat und die Frühlingsblumen sich durch die Erde gekämpft haben, dann darf der Winter dort bleiben wo er hingehört - nämlich weg bis zum nächsten Spätherbst und ja, da darf sich der Schnee gerne mal früher blicken lassen und auch gerne bis Anfang Februar bleiben. 
Aber hilft ja alles nichts, man muss nehmen was man bekommt und so werden wir heute mit Sicherheit den Schnee im Garten genießen und ich hoffe sehr, dass die Frühlingsblumen das Getrampel über sich ergehen lassen, ohne davon kaputt zu gehen.....
Als ich vom STOFFONKEL diesen Ankerstoff bekommen habe, lang hier direkt der Sommer in der Luft. Okay, für kurzärmelige Schirts war es mir dann doch vom Gefühl her noch zu frisch, aber 3/- Ärmel mussten es dann doch sein. 
 Maria von MIALUNA hat diese Woche wieder eine 20% Aktionswoche und da kamen mir meine "Frühlingsgefühle" ganz recht und so benähte ich meine 3 Mädels, schon im Hinblick auf den hoffentlich baldigen Frühling, jeweils mit einer "Indira". 
Gleicher Schnitt, gleicher Stoff und gleiche Art (3/4-Ärmel, zipfelig und mit offenen Kanten) und doch sollte jede Indira anders aussehen.
So wie meine 3 Mädels eben sind, gleiche Eltern und gleiche Genvoraussetzungen, sehr ähnlich in vielen Bereichen und doch jedes Mädchen einzigartig und eine eigene Persönlichkeit. 
Ach wenn es doch jetzt schon wärmer wäre, wobei ich ja sagen muss, dass mein Madmachen sich heute ihre Indira angezogen hat, mit dem Argument "Im Kindergarten ist es eh so warm und wenn ich raus gehe, kommt der Pulli drüber."
Ja was soll ich als Mama da dagegen sagen? Sie hat ja recht und außerdem ist es doch das Schönste Kompliment, wenn sie das von mir selbst genähte Shirt unbedingt anziehen will.....
So, lieber Frühling, jetzt beeile Dich aber mal bitte, wir wollen Sonne und Wärme!!!




Seid lieb gegrüßt :-)

Schnitt: INDIRA
Stoffe:  DOTTIES
             ANKER

Mittwoch, 21. Februar 2018

Rehkitz trifft Kind.....

Als Designnäherin von Maria MIALUNA durfte ich wieder einen ganz tollen Schnitt nähen, nämlich eine Joya. 




Benäht habe ich diesmal mein kleines Püppi und ausgesucht habe ich mir einen Stoffschatz, einen Stoff, der schon lange hier liegt und auf den richtigen Einsatz wartete. 


Es ist das Fritzi Kitzi von STOFFONKEL, auf der Seite gibt es ihn wohl aber nur noch in blau. (Finde ich übrigens super schön, ich liebe ja Blautöne).
Dazu kombiniert habe ich die passenden KULLER und BÜNDCHEN. 
 
Das Shirt kann in diversen Variationen genäht werden, in die Flügelärmel war ich sofort verliebt. Die mussten für das Püppi einfach sein, ich finde sie geben dem ganzen noch mehr "Süßheitsfaktor". 

Glücklicherweise blieb vom Faschingskostüm der Prinzessin noch blauer Falzgummi übrig - der passt jetzt farblich ganz genau zu dem Kitz. Ich muss mich dringend mit Falzgummi eindecken, irgendwie hab ich den seit den Kostümen lieben gelernt und zuvor wirklich noch nie Schande über mich  benützt. 

Eigentlich wollte ich das Shirt ganz normal säumen, aber irgendwie steh ich mit den Zierstichen auf Kriegsfuß - meine Maschine fraß den Stoff - aber gleich so wild, dass ich ein Loch drinnen hatte. Also habe ich kurzerhand die Schere in die Hand genommen, das Shirt kürzer geschnitten und unten  ein Jerseybündchen angenäht. 
 
Da bin ich wirklich dankbar um die Näherfahrung mittlerweile. Früher wäre ich komplett ausgeflippt, wäre verzweifelt gewesen - was tun? Jetzt nehme ich einfach die Schere in die Hand und weiß wie die Sache zu retten ist.

Was mich im Moment allerdings mehr ins Schwitzen bringt, sind halbwegs anständige Fotos mit dem Püppi.
Sie ist wie ein kleines Kitz - immer in Bewegung und ich kann dankbar sein, wenn von 15 Fotos eines scharf ist. Das "Posen" müssen ihr die großen Schwestern definitiv noch lernen *g*.
 
 
Seid lieb gegrüßt :-)

Samstag, 10. Februar 2018

Es geht tierisch weiter - Der Pfau

Nachdem ich Euch in meinem letzten Post vom Rehkitzkostüm des Madamchens erzählt habe, kommt nun das Faschingskostüm der Prinzessin. 

Als wir so die Pinterestideen durchgeschaut haben, blieb sie sofort beim Pfau hängen und wollte nichts anderes mehr sein als der Pfau. 

Gesehen und gewünscht und ich konnte loslegen. 
Den Tüll (diesmal in 6 verschiedenen Farbtönen, von grün über blau bis lila) habe ich wieder bei BUTTINETTE bestellt, den wunderschönen, glänzenden Jersey hatte ich vor vielen, vielen Jahren (es müsste so um die 6 Jahre her sein) einfach mal bei TEXTIL MÜLLER in Innsbruck mitgenommen, als wir dort unsere "alte Heimat" besucht haben. Damals nahm ich etliche Meter davon mit, weil es so super günstig war, lag bis jetzt aber immer im ungenutzt im Schrank. 
Jetzt, für das Pfaukostüm bekam er endlich seinen großen Auftritt und ich muss sagen, besser hätte der Stoff und die Farbe nicht passen können!

Den Tüll habe ich wieder in Streifen um einen Gummi geknotet, vorne kürzer, als hinten, denn auch der Pfau hat seine langen Federn hinten hängen. 

Das blaue Trikot ist ebenfalls wie beim Rehkitz nach dem Ballettanzugschnitt von ERBSENPRINZESSIN. Das ist einfach so perfekt, weil nichts verrutschen kann und die Kinder angezogen sind. Sie sind ja zum Glück auch schon alt genug, dass "Klogeschichten" mit diesem Trikot ihnen keine Probleme bereiten ;-)
 
Zuerst hatte ich überlegt, einfachhalber echte Pfauenfedern hinten auf den Rock zu kleben, nachdem die Prinzessin aber tanzen und sitzen sollte können, ohne dass sie danach völlig zerrupft aussah, habe ich mich dann doch für die Nähvariante entschieden und bin richtig glücklich damit. 

Es ist auch gar nicht schwer, die Pfauenaugen selbst zu nähen. Man braucht dafür nur Bastelfilz (in meinem Falle, vom Spielwarengeschäft vor Ort) und eine Nähmaschine, die gerade Nähte nähen kann. 
Den braunen Filz habe ich oval ausgeschnitten, darauf den dunkelgrünen Kreis genäht, mit langen Nähten, über das Braun, dann den hellgrünen Kreis und den blauen Mondkreis zusammen draufnähen, in dem das Blau am Rand genäht wird.
Fertig! 
Mit Sicherheitsnadeln habe ich die Pfauenaugen dann festgesteckt, so ist der Rock auch mal für ein anderes Thema zu verwenden. 

Das gewisse "Glitzer-Extra" bekamen meine Pfauenaugen von dem Glitzer auf dem Filz. Im Laden hier vor Ort gab es keinen anderen Filz, nur den mit dem Glitzer darauf. Perfekt für einen schönen Pfau.

Da ich noch etliches an Tüll übrig hatte, habe ich noch schnell einen Plastikhaarreifen damit verschönert. 
Das Gesicht geschminkt und die Haare noch mit Haarkreide bearbeitet und schon konnte die Prinzessin zum Fasching gehen. 

Ich bin auf jedenfall sehr stolz auf dieses Kostüm und bin glücklich, dass sich die Prinzessin damit so wohl gefühlt hat und dass ich ihre Augen damit zum glänzen bringen konnte.





Seid lieb gegrüßt :-)

Freitag, 9. Februar 2018

Jedes Mädchen eine Prinzessin oder wie?

Der Herzmann und ich haben ja 3 wunderbare Mädels, und wir vermissen "Jungs-Zeug" gernerell nicht, denn was Jungs spielen, spielen auch Mädchen. 
Aber, und das scheint wirklich angeboren zu sein, unsere Mädels wollen immer "schön" sein, gut aussehen und verleiden sich gerne als Prinzessin, Burgfräulein, Einhorn und möglichst das alles mit schwingenden, glitzernden Kleidern. 
Und das alles, obwohl wir sie dahingehend nicht fördern oder beeinflussen. 

Irgendwie hatte ich dieses Jahr genug, von all diesem typischen "Mädchenkram" und habe mal Pinterest nach alternativen Faschingsideen durchforstet und ja, da kommt so einiges. 

Diese Ideen habe ich dann meinen Mädels gezeigt........und sie waren hellauf begeistert! 
Das Madamchen wollte sich dieses Jahr unbedingt als Rehkitz verkleiden. 

Natürlich habe ich sie in diesem Wunsch unterstützt, endlich mal kein rosa Kostüm nähen! 
Gesagt getan, die Vorstellung war ganz klar in meinem Kopf und die Stoffe (braunen Jersey und Tüll) waren schnell bei BUTTINETTE bestellt. 




Der Grundschnitt, damit das Madamchen "angezogen" ist, wurde ein Ballettanzug nach dem Schnitt von ERBSENPRINZESSIN, darüber ein Tüllrock, der ist schnell geknüpft. 


Tja, fehlte nur noch die Kopfbedeckung, sprich ein Geweih. Leider sieht vieles im Netz in dieser Richtung aus wie ein Weihnachtsrentier. 
Schon lange hatte ich im Kopf, das wunderbare Schnittmuster für zauberhafte Haarreifen von Renate von MONDBRESAL zu besorgen, war aber skeptisch, ob da auch der passende Haarschmuck für unser Rehkitz drin sein würde. 
Ich habe es gewagt.....und bin begeistert! So genial, Danke dafür liebe Renate! 
Ich habe das kleine Geweih für das Madamchen schnell und einfach genäht und es blieb den kompletten Tag auf - dies habe ich bei meinen Mädels noch nicht erlebt. Spätestens nach einer Stunde wird auf dem Kopf eigentlich alles entfernt.....

Ja, so war das also mit unserem Rehkitz. Es ist einfach so wunderschön und das Madamchen ist ganz verliebt in ihr Kostüm. Ich bin mir sicher, es wird noch vielen Kindern (Gästekindern) in unserem Hause gute Verkleidungsdienste erweisen. 

Ich bin froh, dass sich unsere Mädels auf das Wagnis, mal ein komplett anderes Kostüm auszuprobieren, eingelassen haben. 
 
Es geht also auch in einem Mädelshaushalt zumindest in diesem Jahr ohne Prinzessin und Co.......

Seid lieb gegrüßt :-)

Montag, 25. Dezember 2017

Alles im richtigen Licht

Dieses Jahr hatte ich (fast) alles richtig gemacht vor Weihnachten. Schon Wochen vorher hatte ich alle Geschenke zusammen und schon verpackt vor den Kindern sicher versteckt. 
Warum hab ich also nur fast alles richtig gemacht?


Die Weihnachtskleider der Kinder.......die waren nicht genäht. Den Stoff hatte ich schon lange vorher besorgt und gewaschen, der Schnitt ausgesucht, aber die Energie fehlte einfach. Ich war Abends so müde, die Nächte waren mit dem Püppi nach wie vor geprägt von wenig Schlafstunden. 
 

Nachdem ich die Kleider für mein Patenkind und ihre Schwester fertigstellte (Fotos kommen noch), konnte ich mich dann doch an die Kleider für meine Mädels setzen. 


Hier seht ihr also das Madamchen in ihrer Weihnachts-Marita, vor meinem nagelneuen Fotohintergrund, ins Licht gerückt von meinem nagelneuen Fotolampen. 
Ja, der Herzmann und meine Eltern haben mir so zu sagen mein eigenes Fotostudio geschenkt. 


Jetzt muss ich nur noch damit umgehen lernen. Den richtigen Winkel, die richtige Ausleuchtung, die richtige Kameraeinstellung.....


Das sind also meine ersten Testbilder und ich freu mich und meine Mädels übrigens auch. Immer wieder viel heute der Satz: "Mama, es sieht aus, als wäre ich in einem alten Haus, dabei bin ich doch im Wohnzimmer." Scheinbar ganz schön faszinierend, mein Geschenk.......


Die Marita ist übrigens der Schnitt von Manu von MATHILA, eigentlich ein Lagenrock, mit dem Top dazu plus der Ärmelerweiterung. Super wandlungsfähig und fein zum Nähen. 


Der Stoff ist von ALLES FÜR SELBERMACHER, genäht habe ich die Marita ohne den Unterteilungsstreifen, den Rock mit 2 Lagen, die Unterste davon ist Brauttüll aus dem Stoffladen hier ums Eck.

So wünsche ich Euch noch eine schöne Weihnachtszeit und wunderbare Ferien!
Seid lieb gegrüßt :-)

Donnerstag, 30. November 2017

Von coolen Mädchen und wenig Schlaf......

Hallo Ihr Lieben,
in der weiten Nähwelt lese ich immer wieder, dass es schwieriger wird, Kinder zu benähen, je älter sie werden. 

Nun habe ich ja 3 Mädels, die ich gerne benähe, allerdings bestimmt nicht so viel, wie manch anderer. Ich habe einfach nicht die Zeit dazu, aber wenn ich einen Schnitt und Stoff ausgesucht habe, dann freue ich mich umso mehr aufs Nähen an meinen 2 Maschinen.

Die Prinzessin ist nun 7 einhalb Jahre alt und sie freut sich jedes Mal so sehr darüber, wenn ich sage, dass ich für sie was nähen werde. Ich muss sogar schauen, dass ich zeitnah auch das Madamchen benähe, sonst gibt´s Ärger. 
Als ich diesmal den Stoff rausholte, war die Reaktion der Prinzessin:"Cool!" Ja, der Stoff schaut cool aus, aber weil sie eben auch meine Prinzessin ist, durfte ich es auch ein bisschen verspielt nähen. Ich darf mich also nicht beklagen, meine Mädels sind immer total dankbar und freuen sich megamäßig, wenn ich für sie etwas nähe. 
Für das Püppi durfte ich ja schon beim Probenähen der "kleinen Feli" von ROSAROSA dabei sein. Nun war ich auch bei der Feli 2.0 dabei. 




Leider hab ichs zeitlich nicht wirklich auf die Reihe gebracht, denn Christina von Rosarosa hat nicht nur ein e-book rausgebracht, sondern ganze 4 Stück gleichzeitig!!!


Die Feli 2.0 als Ballontunika, den Ferdinand als Hoodie, den Lagenbeanie Kitt und das Stirnband Kat als Freebook.

Ich wollte so gerne mehr davon nähen im Probenähzeitraum, aber da ich fast immer abends nähe, war diesmal nicht mehr drin. Die Nächte vom Püppi und mir sind seit ein paar Wochen eine Katastrophe. Sie schläft nur dann durch, wenn sie bei uns im Bett schläft......und das bin ich halt irgendwie nicht. Ich brauche meinen Platz....
Naja jedenfalls bin ich seit Wochen übernachtigt und versuche, um 20 Uhr 30 im Bett zu sein, um wenigstens die ersten paar Stunden allein für mich zu schlafen....bis das Püppi schreit.....

So läuft das also hier bei uns gerade......und trotzdem hoffe ich, dass wieder andere Zeiten kommen und ich abends wieder länger aufbleiben kann, das Nähen macht mir ja Spaß, vor allem, wenn es so tolle Schnitte sind wie der hier von Christina. 

Der Chucks-Stoff ist von ich weiß nicht mehr wo - der liegt hier schon ziemlich lange und wartete auf den richtigen Einsatz. Kuller- und Streifenstoff sind vom STOFFONKEL.




So seid lieb gegrüßt

Dienstag, 21. November 2017

Urlaubstester in Kroatien.....

Hallo Ihr Lieben,
vergangenen Sonntag schneite es bei uns, heute regnete es und war ungemütlich. Irgendwie hab ich Fernweh bekommen (obwohl ich den Winter mit Schnee ja super finde!) und so dachte ich mir, ich könnte Euch mitnehmen in den vergangenen August. 

Wir durften für VACANSELECT als Urlaubstester in Istrien eine Woche Urlaub verbringen und alles auf Herz und Nieren testen. Das haben wir natürlich super gerne gemacht! 
Alles, was ich im Bericht geschrieben habe, ist meine ganz persönlich Meinung!

Den online-Bericht mit allen Fotos und einem Video findet Ihr übrigens HIER.

Viel Spaß und nehmt Euch ein bisschen Zeit,....

Eine Mädelsreise nach Istrien!

Freunde von uns waren vor etlichen Jahren in Italien „glampen“ und erzählten uns ganz begeistert davon. Weil mich das Konzept als jahrelange Camperin (immer im Zelt) faszinierte, folgte ich seitdem Vacanceselect auf diversen Kanälen und bekam auch den Newsletter von Vacanceselect zugeschickt. Hier sah ich auch den Aufruf, um sich als Glampingtester bei ihnen zu bewerben. Ich war Feuer und Flamme. Tatsächlich kam die Überraschung – wir wurden genommen! Zu dieser Zeit hatte mein Mann keinen Urlaub, aber schnell wurde meine beste Freundin gefragt, die dann auch innerhalb von 2 Minuten zusagte. Sie wollte sehr gerne mit meinen drei Mädchen und mir eine Woche Urlaub in Kroatien verbringen. Somit stand es fest, unsere „Fünf-Mädels-Truppe“ würde sich am 05.08.2017 auf den Weg Richtung Kroatien machen.....

Hallo Campingplatz Polari in Istrien!

Am Abend des 04.08.2017 packte mir mein Mann unser Gepäck in den VW-Bus, wie immer perfekt. Alle Gepäckstücke waren sicher verstaut, die großen Mädchen ganz hinten hatten ihre Spiel- und Bücherkiste zwischen sich und der Platz in der 2. Reihe, neben der Jüngsten, wurde frei gehalten, um sie, wenn nötig, dank schnellem Platzwechsel, zu bespaßen oder sie mit Essen und Trinken zu versorgen. Natürlich waren meine Mädchen sehr aufgeregt und konnten die Abfahrt nicht mehr erwarten. Totzdem gingen sie brav ins Bett und pünktlich um 3 Uhr früh wurden sie von uns ins Auto gebracht und wir fünf konnten uns nach dem Abschied vom Papa, auf den Weg machen. Da in Salzburg während der Ferienzeit absolutes Verkehrschaos und stundenlange Staus an der Tagesordnung waren, wollten wir noch in der Nacht losfahren, auch wenn das bedeuten würde, am Campingplatz auf das Freiwerden der Unterkunft warten zu müssen.
Dies war die absolut richtige Entscheidung! Wir hatten bis Villach viel Verkehr, aber keinen Stau. Ebenfalls durch Italien waren die Straßen frei, wir kamen sehr zügig voran, auch Dank der Kinder, die keine einzige Pause während der gesamten Fahrt brauchten! Kurz vor der slowenischen Grenze (ca. 4 Kilometer davor) gab es dann Stau und wie! Es wurde sogar kostenloses Wasser verteilt. Über eine Stunde standen wir hier vor dem Grenzübergang, danach war wieder alles frei. Dank der guten Beschilderung brauchten wir keine Straßenkarte und sahen dann um 10 Uhr, nach genau 7 Stunden Fahrtzeit (inklusive Stauzeit) das Ortsschild „Rovinj“. Weiter ging die gute Beschilderung bis zu unserem Campingplatz. Wir parkten auf dem Warteparkplatz vor dem Campingplatz in der prallen Sonne, Schattenplätze suchte man hier vergeblich. Beim Aussteigen wurde uns so richtig klar, dass wir in Kroatien angekommen waren: 33° im Schatten um 10 Uhr vormittags erwarteten uns.
Beim Einchecken war das Campingplatzteam sehr freundlich, sprach gut Deutsch und es wurde sogar Wasser angeboten. Wir wussten nun, dass wir 6 Stunden Wartezeit hinter uns bringen mussten, durften aber schon mit dem Auto auf den Campingplatz fahren und auch den Pool benutzen. Dies ließen wir uns nicht zweimal sagen, denn die Hitze war nach der langen Fahrt für uns fast unerträglich. Die Kinderpoolanlage wurde dieses Jahr ganz neu gebaut und sah sehr einladend aus. Überall spritzte das Wasser aus Eimern, Blumen, Rutschen standen zur Verfügung und 3 Nichtschwimmerbecken mit unterschiedlichen Pooltiefen gab es. Meine Mädels waren schwer begeistert, wir nicht so ganz, denn es gab auf dem gesamten Arial kaum Schattenplätze (nur kleine Olivenbäume, die winzige Schattenbereiche spendeten), die wenigen Plätze waren natürlich belegt. Für die Liegen und Sonnenschirme musste extra bezahlt werden. Auch fanden wir leider keine Toiletten im Poolbereich und so musste ich mit meinen nassen Mädels ziemlich weit zum nächsten öffentlichen Waschhaus marschieren.
Ich wusste, dass wir uns um 16 Uhr beim „Adriatic Camp“ melden mussten, um unser Zelt beziehen zu können. Leider war dies sehr schlecht zu finden und ich irrte ziemlich lange auf dem großen Campingplatz herum. Insgesamt wartete ich dort eine Stunde, weil der zuständige Mann ständig aufs Rad stieg um noch Dinge davor zu erledigen. Endlich führte er uns zur Unterkunft, zum Safari Lodge Zelt. Ich konnte es kaum glauben, das Zelt besaß Klimaanlage! Ich war mehr als nur glücklich, denn draußen hatte es bereits 39° im Schatten und als Campingprofi wusste ich natürlich, wie Zelte sich aufheizen konnten. Dies war hier nicht der Fall, was ein echter Segen für uns war.
Schnell war die Zimmeraufteilung klar, meine 2 Großen bezogen das Hochbett, meine Freundin das erste Doppelzimmer und meine Jüngste und ich das zweite Doppelzimmer. Ich war ganz begeistert von der guten Qualität der Matratzen, Kissen und Zudecken. Hier würden wir mit Sicherheit gut schlafen können. Das erste Abendessen war schnell zubereitet, dann ging es für alle unter die Dusche (die als Highlight einen Farblichtwechsel in der Duschkabine hatte!) und danach machten wir uns auf den weiten Weg zur Kinderdisco. Der Campingplatz ist ziemlich groß, ein Fahrrad, Roller etc. erweist sich hier als sehr sinnvoll! Die Kinderanimation fanden die Kinder lustig und dann ging es für uns alle ins Bett. Was für ein langer Tag, aber wir waren gut angekommen und konnten endlich schlafen!

Auf ins Meer

Am nächsten Morgen erwachten wir nach einer wirklich guten Nacht (die Matratzen waren wirklich ein Traum und ich bin da sehr, sehr wählerisch!) und richteten das Frühstück auf unserer Terrasse her. Hier bemerkten wir, dass es toll wäre, wenn es einen Sonnenschirm geben würde, denn ab der Mittagszeit stand fast die komplette Terrasse in der prallen Sonne. Danach ging es mit Sack und Pack zum Meer. Die natürlichen Schattenplätze sind sehr begrenzt, aber mit eigener Strandmuschel bzw. Sonnenschirm kann man sich gut aushelfen. Das Meer war glasklar, es gab Steine, Schotter und Wiesen als Liegeplätze. Die Kinder konnten sehr gut ins Wasser gehen, da es flach hinein ging. Zum Hinausschwimmen sind die vielen kleinen Boote, die hier ankerten, nicht gerade praktisch. Am Meer ging immer ein feiner Wind, dies war gestern am Pool nicht der Fall, was uns darin bestärkte, uns nicht mehr am Pool aufzuhalten, da es einfach dort viel zu heiß war. Hier am Meer störte nur die Musik der Beach Bar, wenn man Ruhe suchte.
Mittags ging es für uns zurück ins klimatisierte Zelt. Dank des 4 flammigen Gasherdes und des tollen, großen Gorenje-Kühlschrank mit riesigem Eisfach, war das Kochen einfach super. Am Nachmittag ging es an der gleichen Stelle für uns wieder ans bzw. ins Meer. Die Kinder konnten vom Tauchen nicht genug bekommen. Am Abend ging es den Weg zurück zum Zelt, wir aßen und die Kinder wollten wieder zur Kinderanimation. Leider lieferte das Animationsteam dasselbe Programm, wie am Vorabend. Während die Kinder dort noch am Spielen waren, sah ich schon den schwarzen Himmel vom Meer herauf ziehen. Es blitzte ununterbrochen, so etwas habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Direkt nach der Kinderdisco bat ich meine Mädels, mit schnellem Schritte zurückzugehen, ich wollte noch bei einem der Waschhäuser stehen bleiben (nur dort funktioniert das freie WLan so halbwegs), etwas auf Facebook über unseren Urlaub posten und wieder trocken ins Zelt kommen. Immer schneller versuchte ich die Kinder zu Gehen zu motivieren, es blitzte wie verrückt und das Gewitter kam immer flotter.
Kaum war mein Posting hochgeladen, rannten wir die restlichen Meter zum Zelt, denn der Wind blies in einer Stärke, wie ich es live noch nicht erlebt habe. Ich riss noch alle aufgehängten Badesachen von den Holzbrettern und schmiss sie ins Zelt, da flogen von anderen Campern schon diverse Schwimmtiere, Handtücher und Badesachen durch die Luft. Ich schloss das Zelt und genau in diesem Moment begann es so heftig zu schütten, blitzen und donnern, dass meine Mädels richtig Angst bekamen. Wir fünf setzten uns dann kuschelnd auf das untere Bett des Hochbettes und hörten dem Wind und Regen zu. Immer wieder sagten meine Freundin und ich, wie gut es war, dass wir hier in diesem Zelt waren. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, wie es draußen aussah, bzw. wie es anderen Campern ging ... Das Gewitter dauerte mit so einer Lautstärke an, dass ich meine Mädels nach einer Zeit einfach ins Bett brachte. Insgesamt hielt das Unwetter 3 Stunden an. Irgendwann schlief auch ich ein.


Sonnige Strandtage

Dank meiner Jüngsten, die mich immer relativ früh weckte, konnte ich gleich für das Frühstück am nächsten Tag am Obststand frisches Obst besorgen. Da sah ich auch, was der Sturm so anrichtete. Diverse Zelte wurden mit großen Steinen vor dem Wegfliegen bewahrt, der Massagestand mit festen Wänden wurde vom Wind davon geblasen und hing im nächsten Baum. Wieder war ich dankbar, für unser festes Zelt, in das durch keine Ritze Wasser kam. Das völlig überteuerte Obst schmeckte so halbwegs und mit Frühstück im Bauch, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt in Rovinj. Mittags kochten wir uns wieder etwas Leckeres, hielten Mittagspause und spazierten danach zum Strand auf der anderen Seite. Dieser war auch, wie wir dann feststellten, viel näher für uns. Der Strand ist ebenfalls super für Kinder geeignet, da es flach ins Wasser geht und kleine Steine dort sind. Nur wer Probleme mit nackten Menschen hat, sollte sich dort nicht aufhalten, denn der FKK-Bereich befindet sich direkt neben dran. Am Abend wollten die Kinder wieder zur Kinderanimation, es wurde unser letzter Besuch, denn es war für uns das gleiche Programm, zum dritten Mal. Meine Mädels fanden dies ziemlich doof und sie wollten dann auch nicht wieder dorthin gehen.

Zu Besuch in Rovinj

Wieder weckte mich meine Jüngste in aller Früh, so schnappte ich sie einfach mit ihrem Schlafanzug und gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Meer. Es tat uns beiden gut, einfach mal in aller Ruhe, vor allen anderen, am Meer zu sitzen, den Wellen zu lauschen und die Sonne aufgehen zu sehen. Das sollte jeder im Urlaub einmal erleben! Den Vormittag verbrachten wir dann alle zusammen am Zelt. Hier wurde vor allem die Terrassenlounge sehr genutzt. Wir lasen, spielten, plauderten. Die Möbel der Lounge sind wirklich super bequem! Am Abend machten wir uns auf den Weg, um die Altstadt Rovinjs zu erkunden. Leider hatten gefühlte dreimillionen andere Menschen ebenfalls diese Idee und wir mussten am entferntesten Parkplatz parken und eine ziemliche Strecke zu Fuß hinter uns bringen, bis wir überhaupt einmal in der Stadt ankamen. So schoben wir uns mit der Menschenmasse bis nach oben zur Kirche. Es war wirklich wunderschön, aber irgendwie hatten wir alle keinen Nerv mehr auf die vielen Menschen und unsere Beine taten weh. So aßen wir am Hafen noch schnell ein Eis und machten uns wieder auf den Heimweg. Ich werde aber bestimmt nochmal hier her kommen, denn die Stadt ist wirklich schön mit ihren kleinen Galerien und Gässchen.

Ein Gewitter kommt selten allein

Am nächsten Tag unternahmen wir einen langen Spaziergang, um den großen Campingplatz von allen Seiten zu sehen. Meine Mädels waren mit ihren Rollern unterwegs und so ging es los. Zuerst zum Meer. Dort sahen wir auch, dass die aufblasbare Badelandschaft im Meer etwas kostete. Das muss ich hier leider wirklich erwähnen, jedes zusätzliche Angebot (Trampolin, Wasserlandschaft, Hüpfburg etc.) lassen sie sich hier auf dem Campingplatz vergolden. Schade.
Wir merkten, wie groß das Gelände wirklich ist, die Wege ohne Fahrrad etc. sind schier unendlich, vor allem wenn es heiß ist. Den Nachmittag verbrachten wir wieder an „unserem“ Strand. Es zog eine komische Wolkenformation auf, die ich noch spannend fand zu fotografieren. Als aber von einer Sekunde auf die Andere, der Wind so heftig blies, dass er meine Jüngste einfach umschmiss und kleine Steinchen durch die Luft flogen, fand ich es nicht mehr so lustig. Schnell packten wir zusammen und liefen zum Zelt. Drinnen waren wir vor dem nächsten Sturm in Sicherheit. Während die Kinder drinnen spielten und lasen, nutzen meine Freundin und ich die Zeit, um schon die ersten Sachen zu packen.
Nach dem Abendessen gingen die Kinder rasch schlafen und wir Erwachsenen genossen die kühle Luft nach dem Gewitter bei einer Flasche Wein auf der Terrassenlounge und während wir da saßen, kam auch schon der nächste Wolkenbruch, aber wir waren ja unter dem Dach.

Tschüss Polari

Nachdem die Verkehrssituation vor allem an den Samstagen auf der Strecke Kroatien/Italien/Österreich eine absolute Katastrophe war, fragte ich schon im Vorfeld bei Vacanceselect an, ob wir schon freitags abreisen dürften. Dies wurde genehmigt und auch mit den Leuten vom Adriatic Camp hatte ich dies abgesprochen. Ich machte eine Zeltübergabe aus und dann ging es ans Packen der restlichen Sachen. Wir räumten alles auf, zogen die Betten ab und hinterließen das Zelt besenrein. Die Übergabe erfolgte pünktlich und schnell, ich bekam die Kaution zurück und wir gingen nochmal ans Meer. Danach machten wir uns auf die Heimreise. Ebenfalls wieder nur eine kurze Strecke vor der slowenischen Grenze standen wir wieder über eine Stunde im Stau! Lästig, denn die Kinder fragten zu diesem Zeitpunkt alle fünf Minuten, in welchem Land wir denn nun wären und ob wir schon bald da wären. Direkt nach der slowenischen Grenze hatten wir wieder freie Fahrt und kamen schnell voran. In Villach machten wir eine Essenspause, dann ging es die restliche Fahrt flott weiter. In der Nacht kamen wir daheim an, glücklich, dass wir wohlbehalten zurück waren und dankbar, dass wir diesen „Glamping-Urlaub“ in vollen Zügen genießen durften! Noch heute erzählen die Kinder immer wieder von gewissen Dingen aus unserem Kroatienurlaub.

Unser Fazit

Die Küche ist sehr gut ausgestattet mit 4-flammigen Gasherd (man benötigt kein Feuerzeug!), Spüle, Geschirrspüler, Kühlschrank mit großen Gefrierfach, Mikrowelle, Filterkaffeemaschine, guten Messern, Geschirr, Besteck, Töpfen und diversen Kochutensilien. Was uns fehlte war ein Aufbewahrungsregal für die Lebensmittel, diese mussten wir im „Kinderzimmer“ in den Regalen verstauen. Ein Spot oder eine andere Lichtquelle unter dem Küchenkästchen wäre toll gewesen. Am Abend war der Wasch-Kochbereich schon eher dunkel.
Die Zimmer sind alle groß genug, es gibt in jedem Zimmer ausreichend Aufbewahrungsregale, es sind auch Kleiderbügel vorhanden, nur leider keine Hängemöglichkeit für diese Bügel. Die Betten und Matratzen sind großartig, es gibt viele Steckdosen, Nachttische und Leselampen. Das Hochbett hat eine breite Treppe, ist daher auch für Erwachsene nutzbar und für Kinder sicherer. Das Rausfallgitter für das obere Bett ist ebenfalls sehr gut. Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, ein Gitterbett für meine Jüngste dazu zu buchen (dies wollte ich nicht, da ich einen mobilen Rausfallschutz für das normale Bett mithatte), allerdings wäre dafür in den Zimmern mit Doppelbett kein Platz gewesen und auch im Zimmer mit dem Hochbett wäre es aufgrund der Treppe eng geworden.
Das Bad sieht im ersten Moment kleiner aus, als es ist. Die Toilette spült super, das Waschbecken ist gut und die Dusche (mit einschaltbarem Farbwechsel) ist richtig groß. Für das „Safari-Feeling“ wären noch Moskitonetze über den Betten super gewesen und gleichzeitig Schutz für Mücken – die wir zum Glück nicht hatten. Bis zum Schluss haben wir uns gefragt, wofür die Wäscheklammern waren, denn ein Wäscheständer ist leider nicht vorhanden gewesen. Die Klimaanlage im Zelt ist an heißen Tagen Gold wert! Die Terrasse ist breit, die Latten im Boden könnten enger zusammen sein. Wir mussten die 2 Großen des Öfteren unter die Terrasse schicken, weil gerne Sachen durch die Zwischenräume fielen. Die Loungemöbel sind perfekt und waren bei uns ständig in Gebrauch.
Die Stühle und der Esstisch sind sehr grob, feine Stoffe (Badeanzug, Kleider etc.) reißen an dem Holz. Das Holz harzte bei uns noch nach – einen Stuhl konnten wir aufgrund des Harzes gar nicht gebrauchen. Auch sind die Stühle für Kinder sehr hoch, hier mussten wir Kissen drunter legen. Generell sind die Holzmöbel sehr scharfkantig, nicht so ganz optimal für Kleinkinder. Wir hatten zum Glück nie einen Unfall mit meiner Jüngsten.
Wenn man von der Terrasse nach unten geht über die Stufen, liegen Steine, die generell super wären, wenn sie nicht so spitz wären, dass das Barfußlaufen richtig schmerzt. Auch wäre es toll gewesen, wenn beim angrenzenden Platz für das Auto, Wiese statt dieser spitzen Steine gewesen wäre, dann hätte man diesen schattigen Platz zum Spielen für die Kinder verwenden können.
Alles in allem muss ich sagen, dass die Idee dieses Zeltes großartig ist, die Umsetzung könnte in manchen Kleinigkeiten noch verbessert werden. Mit Kindern ist dies jedenfalls eine tolle Urlaubsmöglichkeit, zumal man Campen und Luxus zusammen hat. Denn seien wir uns mal ehrlich, aber ein richtiges Bett und ein eigenes Bad ist als Familie mit Kindern schon richtig, richtig toll und genau deshalb habe ich mich als Urlaubstesterin bei Vacanceselect beworben und würde es wieder tun!
die Glamping-Tester-Mädelsgruppe


So seid lieb gegrüßt :-)