Sonntag, 24. Juni 2018

Ein Probestoff wird zum kostbaren Schatz......

Heute muss ich Euch eine verrückte Geschichte erzählen....

Durch Zufall bin ich vor ein paar Wochen auf den Probenähaufruf von Ulrike von TOMATENBLOND gestoßen, habe mich beworben und bin genommen worden. Das hat mich natürlich mega gefreut und ich wollte mich auch schnell ans Werk machen. 

Oft nimmt man ja, für ein Probenähen auch einen Probestoff, sprich nicht unbedingt den aller tollsten, schönsten, teuersten Stoff, schließlich merkt man ja erst während des Probenähens, wie der Schnitt passt, ausfällt, etc. 

Somit habe ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Probenähstoff gemacht und wurde fündig....Von meiner Mama bekam ich vor längerer Zeit mal 2 alte Trachtenröcke, ich dachte mir, die könnten gut zum Schnitt passen und bisschen trachtig und verspielt, das gefällt mir ja. 

Als ich das Schnittmuster versuchte günstig auf die Röcke aufzulegen, viel mir auf, dass sie in kleineren Teilen genäht waren und ich vermutete, dass diese 2 Stoffe ursprünglich einmal ein Dirndl und passender Schürzenrock waren. 

Von der Größe her ging es genau auf, dass ich ein Wendebirnchen für meine Jüngste daraus nähen konnte.

Gesagt, getan, zerschnitten und genäht. Dank der tollen Anleitung (plus einem Tutorial für ein Wendebirnchen) hatte ich das Birnchenkleid bald fertig. 
Normalerweise werden hinten an das Kleid echte Knopflöcher plus Knöpfe genäht, beim Wendebirnchen ist das aber nicht so zu empfehlen, da die Knöpfe innenligend die Kinder dann beim Sitzen stören konnten.
So verwendete ich ganz normale Jerseydrücker und weil ich die "Romantik" des Kleides damit nicht zerstören wollte, gab es eine Schleife über die Knöpfe, die natürlich auch beim Wenden des Kleides angebracht werden kann. 

So kam nun kürzlich der 2. Geburtstag meiner Jüngsten und das Kleid wurde zum 1. Mal getragen. Die Urioma kam ebenfalls zum Ehrentag und war ganz von den Socken - Meine zwei Probenähstoffe waren ca. 100 Jahre alte Stoffe aus ihrer Heimat! 
Mir fiel die Kinnlade runter, denn solch kostbare Schnitte hätte ich natürlich nur für ein fertig getestetes Schnittmuster verwendet. 

Ich bin einfach nur froh und glücklich, dass das "Birnchen" so gut passt bzw. noch eher zu groß ist und ich somit mein kleines Püppi noch öfter in diesem zauberhaften Kleid ausführen kann, denn der Schnitt ist wirklich zuckersüß und ich finde, diesen Dirndlstoff wie dafür gemacht. 

Seid lieb gegrüßt :-)

Stoff: aus dem Stoffschatz meiner Oma
Schnitt: Birnchen von Tomatenblond

Sonntag, 17. Juni 2018

Der Sommer ist hier.......

Der Mai und Juni hat uns wettertechnisch ziemlich überrascht, es war so unglaublich heiß, dass ich es dieses Jahr sogar gewagt habe, eine Jahreskarte für das Schwimmbad zu besorgen. 

Auf so eine Hitze war ich noch gar nicht vorbereitet. Das Püppi besitzt irgendwie ziemlich wenig kurzärmlige Shirts, liegt wohl daran, dass ich nach den 2 Großen aussortieren musste und nur noch wenig fleckenfreie Shirts übrig blieben. 


Für Maria von MIALUNA darf ich ja nach wie vor designnähen und so nähte ich zum ersten Mal eine LEANA für das Püppi. 


Ich bin total begeistert von dem Schnitt, mit den Falten im Brustbereich macht das echt was her und ist mal was Anderes im T-Shirtbereich. Schnell genäht ist es außerdem.


Der tolle Streifenstoff von BYGRAZIELA schreit richtig nach Sommer, finde ich und außerdem ist er einfach super zum Kombinieren, irgendeine Farbe passt immer :-)

Wir sind auf jedenfall ganz glücklich über diesen Sommer und genießen jede freie Minute draußen im Garten oder im Freibad.

Seid lieb gegrüßt :-)

Mittwoch, 21. März 2018

Ich nähe mir den Winter frühlingshaft....

Gestern war Frühlingsbeginn, weniger passend dazu, schneite es gestern und heute so sehr, dass ich wieder Schneeschaufeln musste in der Früh. 
Schwieriger wird es, wenn man so wie ich schon diverse dicke Mützen, Handschuhe etc. schon verräumt hat...
Das Madamchen meinte netterweise zu mir: "Aber Mama, ich finde keine Handschuhe und im Kindergarten hab ich keine mehr." 
Gut, ich will ja mal nicht so sein und habe schön brav wieder alles aus der Winterkiste geholt. 
Ich weiß, es war verrückt von mir zu glauben, der Winter wäre vorbei, wie oft gab es zu Ostern bei uns noch Schnee......aber erst vor kurzem hatte es hier 20° und wenn man das einmal wieder genossen hat und die Frühlingsblumen sich durch die Erde gekämpft haben, dann darf der Winter dort bleiben wo er hingehört - nämlich weg bis zum nächsten Spätherbst und ja, da darf sich der Schnee gerne mal früher blicken lassen und auch gerne bis Anfang Februar bleiben. 
Aber hilft ja alles nichts, man muss nehmen was man bekommt und so werden wir heute mit Sicherheit den Schnee im Garten genießen und ich hoffe sehr, dass die Frühlingsblumen das Getrampel über sich ergehen lassen, ohne davon kaputt zu gehen.....
Als ich vom STOFFONKEL diesen Ankerstoff bekommen habe, lang hier direkt der Sommer in der Luft. Okay, für kurzärmelige Schirts war es mir dann doch vom Gefühl her noch zu frisch, aber 3/- Ärmel mussten es dann doch sein. 
 Maria von MIALUNA hat diese Woche wieder eine 20% Aktionswoche und da kamen mir meine "Frühlingsgefühle" ganz recht und so benähte ich meine 3 Mädels, schon im Hinblick auf den hoffentlich baldigen Frühling, jeweils mit einer "Indira". 
Gleicher Schnitt, gleicher Stoff und gleiche Art (3/4-Ärmel, zipfelig und mit offenen Kanten) und doch sollte jede Indira anders aussehen.
So wie meine 3 Mädels eben sind, gleiche Eltern und gleiche Genvoraussetzungen, sehr ähnlich in vielen Bereichen und doch jedes Mädchen einzigartig und eine eigene Persönlichkeit. 
Ach wenn es doch jetzt schon wärmer wäre, wobei ich ja sagen muss, dass mein Madmachen sich heute ihre Indira angezogen hat, mit dem Argument "Im Kindergarten ist es eh so warm und wenn ich raus gehe, kommt der Pulli drüber."
Ja was soll ich als Mama da dagegen sagen? Sie hat ja recht und außerdem ist es doch das Schönste Kompliment, wenn sie das von mir selbst genähte Shirt unbedingt anziehen will.....
So, lieber Frühling, jetzt beeile Dich aber mal bitte, wir wollen Sonne und Wärme!!!




Seid lieb gegrüßt :-)

Schnitt: INDIRA
Stoffe:  DOTTIES
             ANKER

Mittwoch, 21. Februar 2018

Rehkitz trifft Kind.....

Als Designnäherin von Maria MIALUNA durfte ich wieder einen ganz tollen Schnitt nähen, nämlich eine Joya. 




Benäht habe ich diesmal mein kleines Püppi und ausgesucht habe ich mir einen Stoffschatz, einen Stoff, der schon lange hier liegt und auf den richtigen Einsatz wartete. 


Es ist das Fritzi Kitzi von STOFFONKEL, auf der Seite gibt es ihn wohl aber nur noch in blau. (Finde ich übrigens super schön, ich liebe ja Blautöne).
Dazu kombiniert habe ich die passenden KULLER und BÜNDCHEN. 
 
Das Shirt kann in diversen Variationen genäht werden, in die Flügelärmel war ich sofort verliebt. Die mussten für das Püppi einfach sein, ich finde sie geben dem ganzen noch mehr "Süßheitsfaktor". 

Glücklicherweise blieb vom Faschingskostüm der Prinzessin noch blauer Falzgummi übrig - der passt jetzt farblich ganz genau zu dem Kitz. Ich muss mich dringend mit Falzgummi eindecken, irgendwie hab ich den seit den Kostümen lieben gelernt und zuvor wirklich noch nie Schande über mich  benützt. 

Eigentlich wollte ich das Shirt ganz normal säumen, aber irgendwie steh ich mit den Zierstichen auf Kriegsfuß - meine Maschine fraß den Stoff - aber gleich so wild, dass ich ein Loch drinnen hatte. Also habe ich kurzerhand die Schere in die Hand genommen, das Shirt kürzer geschnitten und unten  ein Jerseybündchen angenäht. 
 
Da bin ich wirklich dankbar um die Näherfahrung mittlerweile. Früher wäre ich komplett ausgeflippt, wäre verzweifelt gewesen - was tun? Jetzt nehme ich einfach die Schere in die Hand und weiß wie die Sache zu retten ist.

Was mich im Moment allerdings mehr ins Schwitzen bringt, sind halbwegs anständige Fotos mit dem Püppi.
Sie ist wie ein kleines Kitz - immer in Bewegung und ich kann dankbar sein, wenn von 15 Fotos eines scharf ist. Das "Posen" müssen ihr die großen Schwestern definitiv noch lernen *g*.
 
 
Seid lieb gegrüßt :-)

Samstag, 10. Februar 2018

Es geht tierisch weiter - Der Pfau

Nachdem ich Euch in meinem letzten Post vom Rehkitzkostüm des Madamchens erzählt habe, kommt nun das Faschingskostüm der Prinzessin. 

Als wir so die Pinterestideen durchgeschaut haben, blieb sie sofort beim Pfau hängen und wollte nichts anderes mehr sein als der Pfau. 

Gesehen und gewünscht und ich konnte loslegen. 
Den Tüll (diesmal in 6 verschiedenen Farbtönen, von grün über blau bis lila) habe ich wieder bei BUTTINETTE bestellt, den wunderschönen, glänzenden Jersey hatte ich vor vielen, vielen Jahren (es müsste so um die 6 Jahre her sein) einfach mal bei TEXTIL MÜLLER in Innsbruck mitgenommen, als wir dort unsere "alte Heimat" besucht haben. Damals nahm ich etliche Meter davon mit, weil es so super günstig war, lag bis jetzt aber immer im ungenutzt im Schrank. 
Jetzt, für das Pfaukostüm bekam er endlich seinen großen Auftritt und ich muss sagen, besser hätte der Stoff und die Farbe nicht passen können!

Den Tüll habe ich wieder in Streifen um einen Gummi geknotet, vorne kürzer, als hinten, denn auch der Pfau hat seine langen Federn hinten hängen. 

Das blaue Trikot ist ebenfalls wie beim Rehkitz nach dem Ballettanzugschnitt von ERBSENPRINZESSIN. Das ist einfach so perfekt, weil nichts verrutschen kann und die Kinder angezogen sind. Sie sind ja zum Glück auch schon alt genug, dass "Klogeschichten" mit diesem Trikot ihnen keine Probleme bereiten ;-)
 
Zuerst hatte ich überlegt, einfachhalber echte Pfauenfedern hinten auf den Rock zu kleben, nachdem die Prinzessin aber tanzen und sitzen sollte können, ohne dass sie danach völlig zerrupft aussah, habe ich mich dann doch für die Nähvariante entschieden und bin richtig glücklich damit. 

Es ist auch gar nicht schwer, die Pfauenaugen selbst zu nähen. Man braucht dafür nur Bastelfilz (in meinem Falle, vom Spielwarengeschäft vor Ort) und eine Nähmaschine, die gerade Nähte nähen kann. 
Den braunen Filz habe ich oval ausgeschnitten, darauf den dunkelgrünen Kreis genäht, mit langen Nähten, über das Braun, dann den hellgrünen Kreis und den blauen Mondkreis zusammen draufnähen, in dem das Blau am Rand genäht wird.
Fertig! 
Mit Sicherheitsnadeln habe ich die Pfauenaugen dann festgesteckt, so ist der Rock auch mal für ein anderes Thema zu verwenden. 

Das gewisse "Glitzer-Extra" bekamen meine Pfauenaugen von dem Glitzer auf dem Filz. Im Laden hier vor Ort gab es keinen anderen Filz, nur den mit dem Glitzer darauf. Perfekt für einen schönen Pfau.

Da ich noch etliches an Tüll übrig hatte, habe ich noch schnell einen Plastikhaarreifen damit verschönert. 
Das Gesicht geschminkt und die Haare noch mit Haarkreide bearbeitet und schon konnte die Prinzessin zum Fasching gehen. 

Ich bin auf jedenfall sehr stolz auf dieses Kostüm und bin glücklich, dass sich die Prinzessin damit so wohl gefühlt hat und dass ich ihre Augen damit zum glänzen bringen konnte.





Seid lieb gegrüßt :-)

Freitag, 9. Februar 2018

Jedes Mädchen eine Prinzessin oder wie?

Der Herzmann und ich haben ja 3 wunderbare Mädels, und wir vermissen "Jungs-Zeug" gernerell nicht, denn was Jungs spielen, spielen auch Mädchen. 
Aber, und das scheint wirklich angeboren zu sein, unsere Mädels wollen immer "schön" sein, gut aussehen und verleiden sich gerne als Prinzessin, Burgfräulein, Einhorn und möglichst das alles mit schwingenden, glitzernden Kleidern. 
Und das alles, obwohl wir sie dahingehend nicht fördern oder beeinflussen. 

Irgendwie hatte ich dieses Jahr genug, von all diesem typischen "Mädchenkram" und habe mal Pinterest nach alternativen Faschingsideen durchforstet und ja, da kommt so einiges. 

Diese Ideen habe ich dann meinen Mädels gezeigt........und sie waren hellauf begeistert! 
Das Madamchen wollte sich dieses Jahr unbedingt als Rehkitz verkleiden. 

Natürlich habe ich sie in diesem Wunsch unterstützt, endlich mal kein rosa Kostüm nähen! 
Gesagt getan, die Vorstellung war ganz klar in meinem Kopf und die Stoffe (braunen Jersey und Tüll) waren schnell bei BUTTINETTE bestellt. 




Der Grundschnitt, damit das Madamchen "angezogen" ist, wurde ein Ballettanzug nach dem Schnitt von ERBSENPRINZESSIN, darüber ein Tüllrock, der ist schnell geknüpft. 


Tja, fehlte nur noch die Kopfbedeckung, sprich ein Geweih. Leider sieht vieles im Netz in dieser Richtung aus wie ein Weihnachtsrentier. 
Schon lange hatte ich im Kopf, das wunderbare Schnittmuster für zauberhafte Haarreifen von Renate von MONDBRESAL zu besorgen, war aber skeptisch, ob da auch der passende Haarschmuck für unser Rehkitz drin sein würde. 
Ich habe es gewagt.....und bin begeistert! So genial, Danke dafür liebe Renate! 
Ich habe das kleine Geweih für das Madamchen schnell und einfach genäht und es blieb den kompletten Tag auf - dies habe ich bei meinen Mädels noch nicht erlebt. Spätestens nach einer Stunde wird auf dem Kopf eigentlich alles entfernt.....

Ja, so war das also mit unserem Rehkitz. Es ist einfach so wunderschön und das Madamchen ist ganz verliebt in ihr Kostüm. Ich bin mir sicher, es wird noch vielen Kindern (Gästekindern) in unserem Hause gute Verkleidungsdienste erweisen. 

Ich bin froh, dass sich unsere Mädels auf das Wagnis, mal ein komplett anderes Kostüm auszuprobieren, eingelassen haben. 
 
Es geht also auch in einem Mädelshaushalt zumindest in diesem Jahr ohne Prinzessin und Co.......

Seid lieb gegrüßt :-)

Montag, 25. Dezember 2017

Alles im richtigen Licht

Dieses Jahr hatte ich (fast) alles richtig gemacht vor Weihnachten. Schon Wochen vorher hatte ich alle Geschenke zusammen und schon verpackt vor den Kindern sicher versteckt. 
Warum hab ich also nur fast alles richtig gemacht?


Die Weihnachtskleider der Kinder.......die waren nicht genäht. Den Stoff hatte ich schon lange vorher besorgt und gewaschen, der Schnitt ausgesucht, aber die Energie fehlte einfach. Ich war Abends so müde, die Nächte waren mit dem Püppi nach wie vor geprägt von wenig Schlafstunden. 
 

Nachdem ich die Kleider für mein Patenkind und ihre Schwester fertigstellte (Fotos kommen noch), konnte ich mich dann doch an die Kleider für meine Mädels setzen. 


Hier seht ihr also das Madamchen in ihrer Weihnachts-Marita, vor meinem nagelneuen Fotohintergrund, ins Licht gerückt von meinem nagelneuen Fotolampen. 
Ja, der Herzmann und meine Eltern haben mir so zu sagen mein eigenes Fotostudio geschenkt. 


Jetzt muss ich nur noch damit umgehen lernen. Den richtigen Winkel, die richtige Ausleuchtung, die richtige Kameraeinstellung.....


Das sind also meine ersten Testbilder und ich freu mich und meine Mädels übrigens auch. Immer wieder viel heute der Satz: "Mama, es sieht aus, als wäre ich in einem alten Haus, dabei bin ich doch im Wohnzimmer." Scheinbar ganz schön faszinierend, mein Geschenk.......


Die Marita ist übrigens der Schnitt von Manu von MATHILA, eigentlich ein Lagenrock, mit dem Top dazu plus der Ärmelerweiterung. Super wandlungsfähig und fein zum Nähen. 


Der Stoff ist von ALLES FÜR SELBERMACHER, genäht habe ich die Marita ohne den Unterteilungsstreifen, den Rock mit 2 Lagen, die Unterste davon ist Brauttüll aus dem Stoffladen hier ums Eck.

So wünsche ich Euch noch eine schöne Weihnachtszeit und wunderbare Ferien!
Seid lieb gegrüßt :-)